- Imkerstübli

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Alles begann mit einigen Besuchen im Bienenhaus des langjährigen Freundes Chrigel Schmid. Der Duft und das Brummen im Bienenhaus waren wie ein Magnet. Das erste Mal dabei wenn ein Volk geöffnet wird, die Spannung war gross und dann kamen die Fragen. Eine nach der anderen und es wurden immer mehr. Bald war klar, dass ich einen Grundkurs besuchen musste um herauszufinden ob dies das Richtige sei für mich. Nach unendlich langem warten durfte ich im März 2009 endlich das erste Mal in den Imkergrundkurs in Basadingen.
Dieser Grundkurs wurde gemeinsam von Matthias Schmid und Adrian Ulrich geleitet.
Matthias besitzt ein Bienenhaus mit Schweizerkästen wo alles genormt und passend ist. Adrian besitzt ebenfalls einige Bienenhäuser und auch freistehende Bienenstände. Diese freistehenden Kästen sind natürlich der Witterung viel mehr ausgesetzt als die im Bienenhaus. Dadurch und auch durch die Tatsache das die Kästen aus verschiedenen Jahrhunderten sind, ist nicht mehr alles ganz so genormt wie dies einmal war.
So begann der Grundkurs mit vielen unbekannten Menschen aus allen Alterskategorien. Am Anfang war vieles so neu, dass es mir manchmal fast über den Kopf gewachsen wäre und dazu noch zwei unterschiedliche Kursleiter. Unsere Samstagnachmittage gestalteten sich dann meist so, dass wir uns in zwei Gruppen aufteilten. Die Eine erst im Bienenhaus von Matthias, die Andere auf einem offenen Bienenstand von Adrian begannen, die Pause im Imkerlädeli von Matthias stattfand und dann die Schulungsorte getauscht wurden. So durften wir Einblick in zwei ganz unterschiedliche Imkereibetriebe werfen. Die wie sich herausstellte für uns Teilnehmer eine grosse Bereicherung und für mich die Rettung eines neuen Hobbys sein sollten.
Hier einen ganz grossen Dank an unsere beiden Kursleiter die uns ihre lieben Immen anvertraut haben, uns das Vertrauen geschenkt haben, mit ihren Wirtschaftsvölkern zu arbeiten.
Für mich war schnell klar, dass die ganz exakte Sache wie sie im Bienenhaus von Matthias stattgefunden hat nicht der richtige Weg sein konnte. Ich bin doch eher der Tüftlertyp der auch mal was ausprobieren und improvisieren muss.
Nun nach einigen Lektionen Grundkurs und dem Grundwissen über Schwärme usw. war klar, dass ein eigenes Volk her musste.


Am 13.5.2009 war es dann soweit und der erste unbeaufsichtigte Schwarm wurde unter grösster Nervosität eingefangen. Ein erhebendes Gefühl ein eigenes Volk zu besitzen. Nun bis Ende der Schwarmzeit 2009 kamen zu diesem ersten Volk noch zwei weitere. Bis in den August, war dann auch die eine marode Wand des Gartenhäuschens umgebaut, so dass für 5 Bienenvölker Platz da war. Mehr sollten es eigentlich nicht werden. ;-)



 

Dann der erste herbe Rückschlag. Die Winterbehandlung stand an und da leider noch keine andere Möglichkeit bestand als die Bienen mit Oxalsäure zu besprühen, wurde diese am 31.12.2009 angegangen. Die ersten beiden Völker zeigten keinerlei Reaktion, brauchten aber zuviel Mittel so das für das dritte Volk ( gross und stark ) schnell noch etwas Oxalsäure angerührt werden musste. Hierbei ist wohl in der Dosierung etwas fehl gelaufen. Das Resultat war eine 100% Vernichtung der Varroa, leider aber auch des schönsten und stärksten Bienenvolks.   

 

Durch weitere Schwärme und dank der Hilfe von Chrigel Schmid wurden aus 3 Völkern im 2009,
22 Völker im 2010 und 36 Völker im 2011.
Nachdem im Juli 2011 herauskam das meine Frau im höchsten Grad allergisch gegen Bienenstiche ist, mussten die Bienenstände hinter dem Haus weggebracht werden.

 

Bereits Mitte 2011 konnte ich ein heruntergekommenes Bienenhaus in Alten übernehmen. Nach einer kompletten Entkernung und der Renovation der Flugfront konnte das Bienenhaus wieder besiedelt werden. Dies beherbergt heute 13 meiner Bienenvölker. Im Winter 2012 konnte ich mit Hilfe auch noch das Dach des Bienenhause erneuern. Das Schöne Waagvolkhüsli neben dem Bienenhaus verdanke ich Chriegel Schmid. Vielen Dank.

 

Dazu kam im 2012 ein Freiluftstand in Benken (14) und ein weiterer in Uhwiesen (12).
Hier einen herzlichen Dank an Urs Langenegger und die Gemeinde Uhwiesen die mir die Flächen zur verfügung stellen.

 

2013 kam dann die Sauerbrut. Ich hatte mir ausgedacht das ich meine Bienenvölker auf drei verschiedenen Standorten aufteile damit eine Krankheit nicht alle Bienenvölker gleichzeitig erreichen konnte. Es stellte sich heraus das ich falsch gedacht hatte. Der durchwachsene Frühling und die Kälteeinbrüche schwächten die Bienen so das sie anfällig für Krankheiten wurden. Ich entdekte am 8.5.13 auf dem ersten Stand die Sauerbrut. Anschliesend prüfte ich alle meine Bienenvölker und entdeckte so bis zum Saisonende 2013 insgesamt 13 befallene Bienenvölker die umgehend vernichtet werden mussten.

 


2014 nur zwei Völker überlebten den Winter nicht.(Varoaschaden) Bei zwei weiteren konnte die Königin im Frühjahr keine Eier mehr legen. Zwei wurden mit unschöner Brut aufgelöst so das die Kontrolle durch die Bieneninspektoren im März keinen Befund auf Sauerbrut mehr ergab. Juhu !
Der Bienenstand Benken wurde total Revidiert und in Uhwiesen kam ein zweiter Bienenstand hinzu.

 

Seit 2014 füre ich meine Völker in der natürlichen Anordnung.
Die natürliche Anordnung der Waben
und ihre folgen.

http://www.resistantbees.com/anordnung.html

Ebenso läuft ein Versuch mit 5,1mm Zellen normal sind
Zellen mit 5,4mm Grösse.

 

2015 haben sich die kleinzelligen Völker prächtig entwickelt. Im Winter 14/15 ist keines der kleinzelligen Bienenvölker eingegangen sodass nun auf dem Versuchsstand der einst aus 6 grosszelligen und 6 kleinzelligen Völkern bestand, nun 11 kleinzellige und nur noch ein grosszelliges Volk lebt.

 

2016 War ein durchschnittliches Bienenjahr. Mit normalem Blütenhonigerträgen und eher dürftigem Waldhonigerfolg. Für neue innovative Projekte war in diesem Bienenjahr neben der Ausbildung im Beruf keine Zeit. Aus diesem Grund und der Tatsache das die Imkerei immer mehr Arbeitsaufwand benötigt haben wir beschlossen den Bestand zu verkleinern. So haben wir uns vom Weitentferntesten Bienenstand getrennt. Leider auch vom schönsten und grössten Bienenstand.           

 

2017 Nachdem meine Imkerei in den letzten jahren immer grösser geworden ist, ist es Zeit eine Korrektur
des erarbeiteten vorzunehmen. Da die Bienenstände Alten und Benken nicht mehr auf meinem Arbeitsweg
liegen habe ich Sie ende 2017 abgegeben. Der Zeitaufwand für Hin- und Rückweg ist einfach zu gross.

 
 
 
 
 
 
 
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